Auf ein "problemloses Jahr 2003" blicken die Grafschafter Feuerwehren zurück. Die 857 Männer und Frauen der Grafschafter Feuerwehren seien auch im vergangenen Jahr ihren Anforderungen gerecht geworden. Das machte Kreisbrandmeister Hermann Fielers am Dienstagabend während der Mitgliederversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Mehrzweckhalle der Schule in Wietmarschen deutlich.
Zu 259 Bränden mussten die Feuerwehren des Kreises im vorigen Jahr ausrücken. Im Jahr 2002 waren es "nur" 175. Die Zahl der so genannten technischen Hilfeleistungen ist dagegen auf 244 deutlich zurückgegangen. Allerdings war die hohe Zahl von 480 Hilfeleistungen im Jahr 2002 durch die vielen Wassereinsätze im August und den Sturm im Oktober bedingt, der einige Schäden angerichtet hatte.
"Besonders bei schweren Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen waren einige Feuerwehren stark gefordert", sagte Fielers. Die eingerichtete Notfallseelsorge leistet hier nach seinen Worten seit Jahren einen großen Dienst. Sie betreut an der Unfallstelle Unfallbeteiligte und deren Angehörige und fährt – wenn dies gewünscht wird – danach auch mit zum Feuerwehrhaus, um mit den Einsatzkräften das Erlebte aufzuarbeiten.
Gut bestellt ist es Fielers zufolge um die Ausrüstung und Ausstattung der Feuerwehren. Einige neue Fahrzeuge seien beschafft worden. Hieran könne man auch erkennen, "dass die Kommunen ihre Aufgaben ernst nehmen". 87 Fahrzeuge, alle mit Sprechfunk ausgestattet, stünden zur Verfügung. Der Kreisbrandmeister hob weiter die "enorme Ausbildungsbereitschaft" der Wehren hervor und die gute Nachwuchsarbeit. Den zwölf Jugendfeuerwehren gehörten 228 Jungen und Mädchen an. Und die seien mit Begeisterung bei der Sache.
Dass die Feuerwehren bereitstehen, wenn sie gebraucht werden, ist nach den Worten von Landrat Paul Ricken für den Landkreis von unschätzbarem Wert. Mit dem Lückenschluss der A31 kämen auf die Rettungskräfte weitere Herausforderungen zu.
Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Kreisbereitschaftsführer wurde Wilfried Nixdorf aus Nordhorn verabschiedet. Zum – zunächst kommissarischen – Nachfolger von Nixdorf wurde Jürgen Niers aus Nordhorn ernannt. Sein Stellvertreter ist Uwe Wolf, ebenfalls aus Nordhorn. Als Kreisschirrmeister und Nachfolger des verstorbenen Rolf Böve ist dort seit Oktober Jürgen Möller aus Schüttorf tätig.