Großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr in Wietmarschen. Das bisherige Tanklöschfahrzeug, mit dem 27 Jahre lang die Einsätze gefahren worden sind, wird ausgemustert. Künftig rücken die Wietmarscher Einsatzkräfte mit einem modernen TLF 16/24 zu Brandeinsätzen aus. Das MAN-Fahrgestell mit einem Rosenbauer-Aufsatz wird mit einem 220 PS starken Turbomotor angetrieben. 2400 Liter Löschmittel sind an Bord, zur technischen Ausstattung gehören unter anderem Lichtmast und Stromerzeuger.
"Modernes Gerät ist notwenig", sagt Wietmarschens hauptamtlicher Bürgermeister Alfons Eling bei der Übergabe des neuen Fahrzeugs. Nach harten, aber stets sachbezogenen Gesprächen zwischen Gemeinde und Feuerwehr habe man das Notwendige vom Wünschenswerten getrennt. Eling lobte in diesem Zusammenhang vor allem seinen Stellvertreter Martin Osseforth, der seitens der Gemeinde die Gespräche geführt habe.
"Wir wollten mit 150000 Euro auskommen, und das ist uns auch gelungen", sagte Eling zur Finanzierung des neuen Löschfahrzeugs. Der Landkreis beteiligt sich mit 44500 Euro an der Investition. "Wir sind noch rechtzeitig beim Landkreis vorstellig geworden", betonte der Bürgermeister, der die Vermutung äußerte, dass die Finanzierungsanteile des Landkreises künftig wohl geringer ausfallen würden. Dem widersprach Kreisverwaltungsdirektor Henning Kammer nicht.
"Es ist wichtig, moderne Technik zu verwenden", betonte Kreisbrandmeister Hermann Fielers. Zu dem geländegängigen Fahrzeug müsse man nicht nur der Feuerwehr gratulieren, sondern allen Bürgern in Wietmarschen, die davon profitieren. Gemeindebrandmeister Alfons Bökers war sich sicher: "Die Ortsfeuerwehr Wietmarschen hat an Schlagkraft gewonnen."
Pfarrer Alfons Heermann, der das Löschfahrzeug segnete, betonte, dass ehrenamtlicher Einsatz wichtig sei für die politische und die kirchliche Gemeinde. Ortsbrandmeister Reinhold Bramkamp bedankte sich ebenfalls bei Martin Osseforth für die konstruktiven Gespräche. Sein besonderer Dank galt jedoch Gerätewart Holger Lühn, der die Ausschreibung vorbereitet hatte. Ziel sei es gewesen, für die Feuerwehr die beste und für die Gemeinde die günstigste Fahrzeugversion zu bekommen.