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1945 Großbrand mit jauche gelöscht

Die Geschichte der Ortswehr ist in einer Chronik mit vielen Bildern und interessanten Geschichten nachzulesen. Sie wird am Festwochenende verkauft und hat 112 Seiten.

gn Wietmarschen. Bereits im Jahre 1903 wurde in Wietmarschen eine Pflichtfeuerwehr gegründet, für die im Jahr 1907 eine von Pferden gezogene Handdruckspritze angeschafft wurde. Noch heute ist die funktionstüchtige Spritze im Besitz der Ortsfeuerwehr. Sie wird bei Jubiläen und anderen Anlässen vorgeführt. Der Gründung der Feuerwehr im Jahr 1908 folgte 1909 der Beitritt in den Emsländischen Feuerwehrverband. Der Mitgliederbestand im Jahr 1910 betrug nach dem Erhalt der ersten eigenen Statuten 41 Kameraden. Mit dem Kameraden Duing wurde 1921 der erste Wietmarscher Feuerwehrmann in den Emsländischen Feuerwehrverband gewählt. Die Feuerwehr Wietmarschen hatte eine eigene Musikkapelle, in der bis 1931 nur Feuerwehrkameraden spielten. Daraus ging später die Musikkapelle „Towies“ hervor. Die erste Tragkraftspritze (TS8) vom Hersteller Hermann Koebe in Luckenwalde wurde im Jahr 1932 angeschafft und bei einem Brand mit anderem Material auf einen Lkw der Spedition Rickoff geladen. Im Jahre 1936 wütete ein Großbrand in Schwartenpohl auf dem Anwesen Keuter. Bei diesem Einsatz mussten die Pferde unterwegs gewechselt werden. Kurz vor dem Krieg konnte beim Großbrand beim Stifts Tor (Schmitz) ein Menschenleben gerettet werden. Da bei einem Großbrand im Jahr 1945 kein Löschwasser vorhanden war, wurde mit Jauche gelöscht. Der 2. Weltkrieg hatte auch enorme Auswirkungen auf die Mitgliederzahl der Feuerwehr. So betrug sie im Jahr 1951 nur noch 24 Männer. Nach Umbau und Lackierung wurde 1952 ein Opel-Blitz-Kastenwagen als erstes Feuerwehrfahrzeug in Dienst gestellt. Es folgte der Bau des ersten Feuerwehrhauses im Jahr 1954 mit einer kleinen Garage und einem 8,5 Meter hohen Turm für die Schlauchtrocknung. Einen neuen Tragkraftspritzenanhänger mit einer TS 8/8 vom Hersteller Balke Maschinenbau AG Bochum-Frankenthal erhielt die Feuerwehr 1957. In den folgenden Jahren wurde die Modernisierung der Feuerwehr durch die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs (LF 8 Opel Blitz, 1962), den Einzug in das neue Feuerwehrhaus an der Füchtenfelder Straße (1969) sowie die Beschaffung des ersten Funkgerätes (1970) und des ersten Mannschaftstransportwagens (1972) fortgesetzt. Nach der Gemeindereform im Jahr 1974 gehören die Ortsfeuerwehren Lohne, Wietmarschen und Schwartenpohl zur Freiwilligen Feuerwehr Wietmarschen. Die genaue Bezeichnung der Feuerwehr Wietmarschen hieß Freiwillige Feuerwehr Wietmarschen, Ortsfeuerwehr Wietmarschen. Der Personalstand betrug 1976 41 Kameraden. Auf Leihbasis wurde im Jahr 1977 ein Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 Magirus angeschafft, ehe ein Jahr später ein neues TLF 8S von Magirus mit 2400 Litern Wasser und Allradantrieb im Feuerwehrhaus untergestellt wurde. 1981 erhielt das DRK am Feuerwehrhaus eine Garage. Mit einer großen Jubiläumsfeier und einer Kreisbereitschaftsübung wurde das 75-jährige Bestehen gefeiert. Durch die Anschaffung einer neuen TS 8/8 vom Hersteller Ziegler/Gingen ( 1983), eines neuen LF 8/8 Magirus (1984), eines neuen Mannschaftstransportfahrzeugs VW-T2 (1987) sowie des ersten Notstromaggregates 8 KVA mit Beleuchtungsgeräten (1990) wurden weitere Modernisierungsmaßnahmen getroffen. Im Jahr 1992 zog die Feuerwehr in das neue Feuerwehrhaus am Schoolpatt mit vier Einstellplätzen, zwei Plätzen für das DRK, großem Schulungsraum, Sanitäranlagen, Küche, kleiner Werkstatt und Nebenräumen.

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