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Im Feuerlöschwesen Maßstäbe gesetzt

Von Detlef Kuhn - Über 35 Jahre lang hat Heinrich Dobben die Arbeit der Feuerwehren in der Grafschaft geprägt und mit Weitblick und Sachverstand, gepaart mit Geschick und beispielhaftem Engagement, das Feuerlöschwesen im Landkreis Grafschaft Bentheim zum Schutz der Bevölkerung gefördert. Am frühen Montagmorgen ist der 61-jährige Isterberger nach schwerer Krankheit gestorben. „Heinrich Dobben hinterlässt bei den Feuerwehren eine Lücke, die nur sehr schwer zu schließen sein wird“, so Landrat Kethorn. Nicht nur Kreisverwaltung, Politik und die Feuerwehren trauern um einen Mann, der als stellvertretender Kreisbrandmeister im Feuerwehrlöschwesen Maßstäbe gesetzt hat, vor allem in der Nachwuchsarbeit.

Heinrich Dobben war am 7. November 1974 in die Feuerwehr Isterberg eingetreten. In kurzer Zeit hatte er sich in Lehrgängen ein umfangreiches Fachwissen erworben. In den Jahren von 1984 bis 1995 übernahm er als Ortsbrandmeister die Leitung der Ortsfeuerwehr Isterberg und stand zusätzlich bis 1987 als Gemeindesicherheitsbeauftrager im Dienste seiner Kameraden. 1991 wurde Dobben zum Kreisausbildungsleiter ernannt. Seither leitete er ehrenamtlich das Kreisausbildungszentrum an der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises in Nordhorn bis zu seinem Tode. Viele junge Feuerwehrmitglieder haben ihn durch seine langjährige Ausbildertätigkeit in guter Erinnerung.

„Das war ihm eine Herzensangelegenheit, besonderen Wert legte er dabei auf die Kameradschaft, auf diese Weise löste er auch viele Probleme“, erinnert sich Kreisbrandmeister Hermann Fielers an seinen „sehr ungänglichen und fürsorglichen“ Stellvertreter, mit dem er seit 1995 amtierte. Der Schüttorfer Gemeindebrandmeister Uwe Vernim lobt die Ehrlichkeit und Geradinigkeit von Heinrich Dobben, der auch offen gewesen sei für neue Dinge, wenn man ihn erst einmal davon überzeugt hatte.

Ein besonderes Augenmerk galt dem guten Miteinander aller Hilfsorganisationen im Landkreis. Insbesondere machte er sich als Mitglied des Katastrophenschutzstabes um das Konzept zur Errichtung einer Technischen Einsatzleitung verdient. Nicht zuletzt zeichnete sich Heinrich Dobben durch seinen Weitblick, insbesondere bei der kommenden Einführung des digitalen Sprech- und Datenfunks aus. Für sein unermüdliches Engagement für die Feuerwehren wurde ihm vom Deutschen Feuerwehrverband zunächst das silberne und im Juni beim Kreisfeuerwehrtag das goldene Feuerwehrenkreuz verliehen, was als besondere Ehre gilt.

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