Erst eine Explosion, dann ein Schwelbrand
Feuerwehren der Gemeinde Wietmarschen absolvieren Großübung am Schulzentrum in Lohne
Die drei Feuerwehren der Gemeinde Wietmarschen haben am Donnerstag bei einer Großübung am Schulzentrum Lohne ihr Können unter Beweis gestellt. Knapp 100 Rettungskräfte aus Lohne, Schwartenpohl und Wietmarschen waren im Einsatz.
hlw Lohne. Ortsbrandmeister Frank Knöpker und Gruppenführer Martin Roling hatten die Übung für die drei Feuerwehren ausgearbeitet. Bei ihrem Einsatz am Schulzentrum in Lohne stand die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Mittelpunkt.
Folgendes Szenario hatte man vorbereitet: Gegen 19 Uhr kommt es bei Reparatur- und Wartungsarbeiten im Keller zu einer Explosion. Dabei werden drei Arbeiter verletzt, sie können sich nicht retten. Erschrocken durch den lauten Knall, verschütten drei Reinigungskräfte im Schullabor Chemikalien. Dadurch entsteht ein Schwelbrand, dessen dichter Rauch eine Flucht ins Freie unmöglich macht.
Die zuerst eingetroffene Feuerwehr aus Lohne tastete sich mit Atemschutzgeräten ausgerüstet in den Keller vor. Durch den mit einer Nebelmaschine erzeugten Rauch war ihre Sicht stark eingeschränkt. Sie stießen rasch auf die drei Verletzten und trugen sie ins Freie zu den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes. Die Feuerwehr Schwartenpohl stellte die Wasserversorgung sicher und unterstützte danach die anderen Helfer. Die Wietmarscher Wehr wollte die im Labor eingeschlossenen Reinigungskräfte zuerst von außen über eine Steckleiter retten. Da die Opfer jedoch unsicher waren, wurden sie nach dem Einsatz des Überdrucklüfters durch das dann rauchfreie Treppenhaus in Sicherheit gebracht.
In der Manöverkritik berichteten Knöpker und Roling, dass sie besonders auf die Sicherheitsmaßnahmen geachtet hätten und lobten das korrekte Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung und Atemschutzgeräte. Sie dankten Schulassistent Josef Nüsse für die Vorbereitung der Übung.
Der Gemeindesicherheitsbeauftragte Frank Hütten wies auf kleine Kommunikationsprobleme im 2-Meter-Sprechfunkbereich hin, an denen man arbeiten müsse. Ferner habe er einige nicht gravierende Fehler entdeckt, erklärte Hütten und betonte: „Übungen sind dazu da, um Fehler aufzudecken. Alle haben bei diesem Einsatz erneut unter Beweis gestellt, dass sie ihr Handwerk beherrschen.“ Kritische Beobachter waren auch Bürgermeister Alfons Eling, Schulleiter Josef Wessels, der stellvertretenden Kreisbrandmeister Ulli Bölt und Gemeindebrandmeister August Bökers. Sie bescheinigten den Einsatz professionell vorgegangen zu sein und hofften, dass es an der Schule möglichst nie zu einem echten Rettungseinsatz kommen wird.
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