gn Wietmarschen. Neben Hochwasser und Sturm haben auch einige Großbrände der Ortsfeuerwehr Wietmarschen im vergangenen Jahr zahlreiche Einsatzstunden beschert. Dies berichtete Ortsbrandmeister Reinhold Bramkamp während der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrhaus in Wietmarschen. 17 Brandeinsätze, zwölf Hilfeleistungen und fünf Brandsicherheitswachen beziehungsweise Ordnungsdienste ergaben insgesamt rund 1400 Einsatzstunden. Das sind 1020 Stunden mehr als noch im Jahr 2009. Weitere 1500 Stunden wurden an den Dienstabenden für die theoretische und praktische Ausbildung aufgewendet. Darüber hinaus wurden elf Lehrgänge auf Kreisebene und zwei Lehrgänge an einer Landesfeuerwehrschule besucht.
Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Auslieferung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges. Ferner konnte dank einer großzügigen Spende ein Branddemohaus angeschafft werden, das beim Brandschutzunterricht in Schulen und Kindergärten zum Einsatz kommt. Durch Eigenleistungen der drei Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Wietmarschen konnte zudem ein Brandübungshaus auf dem ehemaligen Gelände der Bundeswehr in Nordlohne in Betrieb genommen werden.
In seinem Rückblick berichtete Ortsbrandmeister Bramkamp ferner über die zahlreichen Veranstaltungen in der Gemeinde Wietmarschen, die von der Ortsfeuerwehr Wietmarschen unterstützt wurden. Dazu gehörte auch die Haussammlung für die Blinden, insgesamt 1480,50 Euro ergab. Das alljährliche Nikolausknobeln ermöglichte eine Spende in Höhe von 800 Euro für die Jugendarbeit des Musikvereins „Towies“. Bramkamp dankte insbesondere den Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung, die bei zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen mit der pferdegezogenen Handdruckspritze mitgewirkt haben.
In seinem Ausblick für 2011 gab Bramkamp bekannt, dass die Einführung der digitalen Alarmierung bevorsteht. Für 2012 steht ein neuer Mannschafts-transportwagen auf der Wunschliste der Ortsfeuerwehr Wietmarschen.
Im Verlauf der Versammlung wurde der der stellvertretende Ortsbrandmeister Hans-Gerd Lockhorn für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Die Kameraden Jörg Wübbels und Christoph Klüsener wurden als Beisitzer in das Ortskommando gewählt. Neu in die Wehr aufgenommen wurden Manuela Holle, Peter Heilemann, Florian Lockhorn und Markus Gravelmann. Anschließend erhielten Ralf Hangbers, Tim Heilemann und Ingo Heilemann ihre Beförderung zum Oberfeuerwehrmann.
Bürgermeister Alfons Eling dankte den Kameraden für ihr Engagement bei den vielen Einsätzen und Hilfeleistungen. Mit dem neuen Löschgruppenfahrzeug könne die Ortsfeuerwehr Wietmarschen zufrieden sein. Die Finanzlage der Gemeinde habe sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert, so dass sich die Anschaffungen für die Feuerwehren in der Gemeinde wieder auf dem Niveau der Vorjahre bewegen. Neben den Investitionen in den Digitalfunk genieße die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens erste Priorität. Die Vertreter der Gemeinderatsfraktionen bescheinigten der Ortsfeuerwehr Wietmarschen einen guten Ausbildungsstand und dankten ihr insbesondere für ihr soziales Engagement in der Gemeinde.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Ulrich Bölt gab bekannt, dass das Netz für die digitale Alarmierung bis Ende August aufgebaut werden soll. Zur Zeit würden die Standorte für die Sender festgelegt, damit die Gemeinde Wietmarschen eine komplette Netzabdeckung erhalte. Die Ausschreibungen für die Anschaffung der neuen Melder wurden bereits durchgeführt.
Gemeindebrandmeister August Bökers dankte der Ortsfeuerwehr insbesondere für die Pflege der 220 Unterflurhydranten und 18 Löschbrunnen. Er wies darauf hin, dass beim weiteren Ausbau des Löschwassernetzes es Probleme hinsichtlich der Pflege geben könnte. Zum Schluß gratulierte er den Kameraden der Ortsfeuerwehr Wietmarschen zum 1. Platz beim Hallenfußballturnier der Grafschafter Feuerwehren.
Bericht: Grafschafter Nachrichten