Bürgermeister sieht Perspektive für bessere Zahlen
mm Wietmarschen. Trotz Einnahmeverbesserungen will die Gemeinde Wietmarschen bei gewünschten Projekten den Rotstift ansetzen, um den Haushalt für das kommende Jahr auszugleichen. Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Finanzausschuss des Gemeinderates eine Streichliste von Bürgermeister Alfons Eling und Kämmerer Martin Osseforth befürwortet. Die SPD enthielt sich der Stimme.
Über 560000 Euro werden somit voraussichtlich eingespart. Dafür müssen im kommenden Jahr keine neuen Kredite aufgenommen werden und der Schuldenberg wird etwas abgebaut. Zurückgestellt wird die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Wietmarschen. Unterstützt werden soll jedoch die Anschaffung einer Tragkraftspritze für die Lohner Wehr.
Der zunächst mit 200000 Euro geplante Haushaltstitel für den Umbau und die Erweiterung des Sportzentrums Lohne wird wohl zunächst komplett gestrichen. Wenn die Haushaltssituation sich im nächsten Jahr verbessert, könnte in einem Nachtragshaushalt das Projekt möglicherweise noch berücksichtigt werden.
Der Ausbau des Bereiches Schafweg-Ost wird zunächst ebenso gestrichen wie der Radwegebau. FDP-Ratsherr Heinrich Wübbels bedauerte, dass damit der Radweg am Möllendiek in Wietmarschen der Sparaktion zum Opfer fällt, äußerte jedoch die Hoffnung, dass bei besseren Finanzen dieses Projekt obenan stehen sollte.
Der Bau eines Kreisverkehrs im Bereich Landesstraße 45/Brookweg-Süd wird von 20000 Euro auf 5000 Euro runtergesetzt, weil zunächst nur Planungskosten berücksichtigt werden. Für die Erschließung des Gewerbegebietes in Wietmarschen sollen jedoch 20000 Euro zur Verfügung gestellt werden.
„Die CDU steht dahinter“, sagte Heinz Bökers zu den Streichvorschlägen der Verwaltung und ergänzte: „Wir hoffen auf bessere Zahlen und werden im Frühjahr gucken, ob noch Potenziale da sind.“ Bürgermeister Alfons Eling hatte zu Beginn der Sitzung von einer „erheblichen Steigerung bei den Gewerbesteuern“ berichtet und gesagt: „Ich sehe durchaus Chancen, dass sich die Haushaltslage im kommenden Jahr noch verbessert wird.“
Darauf wollte sich SPD-Ratsherr Hermann Nüsse nicht vetrösten lassen und forderte Geld bereitzustellen für den Radweg am Möllendiek, den Umbau des Sportzentrums Lohne und die Gestaltung eines Dorfplatzes in Füchtenfeld. Dafür könne man den Wirtschaftswegebau und die geplante Abbiegespur an der L67 noch verschieben. Dem mochte sich die Mehrheit des Ausschusses vor allem mit Verweis auf den Schuldenabbau nicht anschließen.
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