Feuerwehr Wietmarschen nimmt neues Hilfeleistungslöschfahrzeug in Betrieb
hlw Wietmarschen. „Es war bei der Gemeinde unumstritten, das für die heutigen Herausforderungen und Dienste, die auf die Wietmarscher Wehr zukommen, modernstes Gerät und eben auch ein neues Fahrzeug notwendig sind“, sagte Bürgermeister Alfons Eling (CDU): „Wir hatten uns vorgenommen, mit einem Investitionsbetrag von 220000 Euro auszukommen. Ich kann heute erfreut feststellen, dass dies auch gelungen ist.“
Das Fahrzeug lieferte die Firma Senger aus Lohne, Aufbau und Beladung erfolgten bei der Firma Rosenbauer aus Luckenwalde. Vor fast zwei Jahren hatte ein Team mit Holger Lühn, Jürgen Schnöing, Benjamin Bruns und Martin Esders an der Spitze begonnen, die Anschaffung zu planen.
Pfarrer Gerhard Vosshage sagte, dass Feuer nicht nur Wärme und Licht spende, sondern es auch für Mensch und Tier sowie Hab und Gut zur Gefahr werden könne. Er bat Gott, dass das neue Fahrzeug in der Gefahr dazu beitragen möge, die zerstörerische Gewalt des Feuers zu brechen und Naturkatastrophen abzuwehren.
Der stellvertretender Landrat Gerhard Trüün (CDU) stellte heraus, dass die Feuerwehr Wietmarschen mit dem neuen Fahrzeug für künftige Aufgaben sehr gut gerüstet sei. Es werde die Einsatzkräfte sicher und schnell zum Einsatzort bringen. „Die helfenden Hände müssen zügig am Brennpunkt sein, um die modernen Geräte zu bedienen“, so Trüün.
Kreisbrandmeister Uwe Vernim sagte, ein neues Fahrzeug bringe auch eine Menge Arbeit mit sich. In den vergangenen 25 Jahren habe es viele Veränderungen in der technischen Ausrüstung gegeben, die eine neue Herausforderung seien. Dies unterstrich auch Gemeindebrandmeister August Bökers.
Ortsbrandmeister Reinhold Bramkamp sagte, dass mit dem neuen HLF 10/6 die Schlagkraft der Wietmarscher Feuerwehr optimiert worden sei. Das neuen Fahrzeug habe 1600 Liter Wasser und alle Geräte für den Soforteinsatz an Bord. Auf die technischen Details eingehend erklärte Bramkamp, dass sich auf der Fahrt zum Einsatz zwei Kameraden im Mannschaftsraum mit Atemschutzgeräten ausrüsten könnten, um nach der Ankunft am Einsatzort sofort vorzugehen.
Das HLF sei auf ein Mercedes-Fahrgestell mit zulässigem Gesamtgewicht von 14.5 Tonnen und Allradantrieb aufgebaut. Im Aufbau seien alle Geräte zur technischen Hilfeleistung in Fächern, Auszügen und Tragecontainern untergebracht. Die komplette Beladung des alten Fahrzeugs sei übernommen worden. Ergänzt sei das HLF mit einem abnehmbaren Wasserwerfer auf dem Dach. Ein vollautomatischer Lichtmast zählt ebenfalls hinzu. Am Fahrzeugheck befinden sich zwei Schlauchhaspeln mit insgesamt 14 B-Schläuchen mit 280 Metern Länge. Die ersten Einsätze habe das neue Fahrzeug schon hinter sich und dabei seinen Wert bewiesen, so Bramkamp.