Bei einem schweren Verkehrsunfall am Montagmorgen gegen 07.20 Uhr auf der Bundesstraße 213 hat ein Tanklastzug Feuer gefangen. Ein Lkw-Fahrer wurde dabei schwer verletzt, ein Autofahrer zog sich leichtere Verletzungen zu. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere 100000 Euro. Die Bundesstraße wurde voll gesperrt und der Verkehr durch Lohne umgeleitet.
Nach den bisherigen Feststellungen der Polizei befuhr ein 52-jähriger Mann aus Lingen mit einem Tanklastzug die Bundesstraße in Richtung Nordhorn und hielt vor einer roten Ampel. Ein 21-jähriger Mann aus Nordhorn mit einem Audi A 3 hielt hinter dem Tanklastzug. Der 42-jährige Fahrer eines hinter dem Audi befindlichen Lkw eines Pipelinieunternehmens fuhr aus noch nicht geklärter Ursache auf den Audi auf und schob diesen gegen das Heck des Tankzuges. Das Heck des Tanklastzuges geriet in Brand. Der Audi wurde zur Seite geschleudert und der Fahrer des Tanklastzuges fuhr das brennende Fahrzeug noch etwa 100 Meter weiter bis zu einer Bushaltestelle. Dort konnte der 52-Jährige den Tanklastzug unverletzt verlassen. Der Lkw der Pipelinefirma kam nach rechts von der Straße ab, prallte gegen mehrere Bäume und kam im Garten eines Wohnhauses zum Stillstand. Der 42-Jährige Fahrer wurde im Führerhaus eingeklemmt und musste von der Freiwilligen Feuerwehr Lohne befreit werden. Er wurde mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus nach Nordhorn gebracht. Sein Zustand ist nach Auskunft der Ärzte den Umständen entsprechend. Der Audi- Fahrer zog sich leichte Verletzungen zu. Der Tanklastzug, der mit 25000 Liter Dieselkraftstoff und 9000 Liter Superbenzin beladen war, brannte fast völlig aus. Zwei der insgesamt fünf Kammern des Tankzuges hielten dem Feuer stand und werden derzeit von den Feuerwehrleuten mit Wasser gekühlt und der Kraftstoff muss dann umgepumpt werden. Die Freiwillige Feuerwehr Lohne wurde bei der Brandbekämpfung durch die Wehren aus Wietmarschen, Nordhorn, Schüttorf, Lingen und Bawinkel, sowie durch die Werksfeuerwehr der Erdölraffinerie unterstützt. Die Unfallstelle wurde weiträumig abgesperrt. Einige Anwohner mussten zeitweise ihre Häuser verlassen, konnten jedoch zwischenzeitlich wieder in ihre Wohnungen zurück. Die Vollsperrung der Unfallstelle wird voraussichtlich noch bis in den späten Nachmittag andauern. Die Polizei nahm an der Unfallstelle ihre Ermittlungen auf. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück wurde ein Gutachter mit der Untersuchung der Unfallfahrzeuge beauftragt. In die Ermittlungen wurden auch Beamte der Technischen Ermittlungsgruppe der Polizei einbezogen. Insgesamt waren etwa 20 Polizeibeamte und rund 85 Feuerwehrleute, Notärzte und Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz.
Hier finden Sie ein paar Videos vom Einsatz 15.02.2010:
Feuerwehr Wietmarschen 1 ( Siegfried Hangbers)
Feuerwehr Wietmarschen 2 (Siegfried Hangbers)





