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Schneller Retter aus der Luft

Hubschrauber „Christoph Europa 2“ kam im Vorjahr auf 1202 Einsätze

Der in Rheine stationierte ADAC-Rettungshubschrauber absolvierte 2009 die bisher höchste Einsatzzahl in der Geschichte der Rettungsfliegerei in Rheine, die vor 28 Jahren begann.

2hlw rheine. Der Allgemeinde Deutsche Automobilclub (ADAC) setzt flächendeckend Helikopter mit erfahrenen Piloten ein, um schnell zur Stelle zu sein, wenn Menschenleben in Gefahr sind. „Christoph Europa 2“ musste im vergangenen Jahr als verlässlicher Partner in der Rettungskette „Feuerwehr - Polizei - Rettungsdienst - Krankenhaus“ genau 1202 Mal aufsteigen. Er ist jeden Tag von 7 Uhr bis Sonnenuntergang einsatzbereit, um in einem Radius von mehr als 80 Kilometern für die Notfallrettung in den Landkreisen Grafschaft Bentheim, Cloppenburg, Emsland, Osnabrück und Steinfurt sowie im nördlichen Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Niederlanden zu sorge Wenn der Hubschrauber, im Fachjargon RTH, über die Notrufnummer 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst) alarmiert wird, kann Menschen in Gefahr schnellstens geholfen werden. Dabei sind aber die genauen Angaben entscheiden: Was ist passiert, wann und wo? Wie viele Verletzte gibt es, ist Feuer ausgebrochen, sind Personen eingeklemmt, verschüttet oder vermisst?
„Bei unseren Einsätzen spielt sehr oft das Wetter eine Rolle“, erklären die Piloten Dirk Buchholz, Stefan Fahlbruch und Jens Murke, die nach der Alarmierung mit einem der neun Luftrettungsassistenten der Rheiner Feuerwehr und einem der 15 Notärzte vom Mathias-Spital an Bord vom Deck des Parkhauses an der Lindenstraße in Rheine starten. Der „Christoph Europa 2“ fliegt ab, wenn Menschenleben in Gefahr sind – sei es bei Unfällen jeder Art oder für einen schnellen und schonenden Transport mit höchstmöglicher Versorgung in Spezialkliniken. Gerade bei längeren Anfahrtswegen, wie in ländlichen Regionen oft der Fall, kommt die schnellste Hilfe aus der Luft.
Der RTH führt Kerosin für anderthalb Flugstunden mit und legt selbst längste Strecken zu schweren, lebensbedrohlich erkrankten oder verunglückten Menschen in kürzester Zeit zurück. Dabei ist der Einsatz des Rettungshubschraubers jedoch grundsätzlich auf einen Radius von 50 Kilometern beschränkt. Die Piloten mahnen immer wieder eindringlich, dass an den Einsatzstellen auf keinen Fall Bettlaken, Decken oder große Tücher ausgebreitet werden dürfen, denn diese könnten in die Rotorblätter und Turbinen geraten. Warnblinkanlagen, Blinkleuchten oder Personen, die mit weißen oder grellfarbenden Tüchern winken, könnten sie besser sehen.
Immer noch fehlten an vielen Wohnhäusern die Hausnummern, bemängeln die Luftretter, die dringend darum bitten, diese deutlich sichtbar anzubringen. Der mit modernster, medizinischer Hightech ausgestattete ADAC-Helikopter ist mit dem erfahrenen, aufeinander eingespielten Team in zwei Minuten in der Luft und erreicht zum Beispiel Nordhorn oder Lingen innerhalb von nur fünf Minuten.
Am Einsatzort leitet das Rettungsteam wie alle in der Rettungskette eingesetzten Kräfte lebensrettende Maßnahmen ein. In Notfallsituationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, sonstigen lebensbedrohlichen inneren Erkrankungen oder Unfällen zu Lande, Wasser, auf Schienen, in der Luft, im Haushalt oder am Arbeitsplatz kann es dabei auf Sekunden ankommen.

 

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